Fitness für Kinder und junge Menschen

Wie wichtig die frühe Anlage kräftiger Knochen ist, beobachten Orthopäden bei Osteoporose-Patienten. Sportliche Kinder und Jugendliche lagern in der Knochenstruktur genügend Kalzium an, um dem gefährlichen und schmerzhaften Knochenabbau vorzubeugen.

Ebenso bekannt ist, dass die Fitness von Muskeln und Sehnen den Rücken in Form hält. Kraftvolle Muskeln schützen Wirbel und Bandscheiben – eine wichtige Tatsache angesichts der Beobachtung, dass bereits Teenager von Bandscheibenschäden betroffen sind. Bauch- und Rückenmuskeln spielen zusammen und halten das fragile Gleichgewicht unseres Körpers aufrecht. Auch im Alter lässt sich noch vieles bewirken, doch die Vorbeugung beginnt im Kindesalter.

Auch das Gehirn profitiert

Es wird gern vergessen, dass körperliche Fitness auch eine geistige Regsamkeit nach sich zieht. Schon die Philosophen früherer Zeiten kannten die Wechselwirkung zwischen Körper und Geist. Untersuchungen haben ergeben, dass sportliche Kinder und Jugendliche deutlich bessere Schulnoten aufgrund höherer Konzentrationsleistungen erbringen, außerdem in der Freizeit aktiver und neugieriger sind, mehr Erfolge auf zahlreichen Gebieten vorweisen können, seltener krank werden, unter weniger körperlichen Problemen leiden und zudem im Durchschnitt besser gelaunt sind.

Die Stimmung wird durch Hormone und Botenstoffe gelenkt, die durch Sport erst kraftvoll in Umlauf gebracht werden. Das Blut zirkuliert schneller, das Herz-Kreislauf-System wird trainiert, der ganze Körper erhält eine größere Geschmeidigkeit. Stürze, Verstauchungen und ähnliche Verletzungen treten aufgrund einer höheren Körperspannkraft deutlich seltener auf.

Bewegung muss Spaß machen

Natürlich müssen Kinder und Jugendliche für eine gute Fitness nicht zu Leistungssportlern werden. Doch sollte mehrmals die Woche ein moderates Training auf dem Programm stehen. Schon junge Menschen leiden unter starken Haltungsschäden, nicht zuletzt durch das lange Sitzen vor PC und Fernseher.

Aktivität ist ein natürlicher Impuls der menschlichen Natur. Wer Babys und Kleinkinder beobachtet, stellt fest, dass sie pausenlos in Bewegung sind. Unser Schulsystem ist aus diesem Blickwinkel der erste Schritt in die falsche Richtung. Nun hilft nur die Unterstützung der Eltern durch eine sinnvolle Freizeitgestaltung, die unbedingt Spaß machen sollte. Kindgerechte Ausflüge und Wanderungen, Radtouren, Sport mit Gleichaltrigen im Verein, Spielplätze, eine Waldrallye, Schwimmbadbesuche und viele andere Möglichkeiten sind die richtige Antwort auf Stubenhockerei und schulisch-häusliche Anforderungen. Kinder und Jugendliche, die fit sind, werden hoffentlich auch später ein wortwörtlich bewegtes Leben schätzen.

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Ich schreibe sehr gerne zu den Themen die mich selbst interessieren. Das sind vor allem Fitness, Sport und gesunde Ernährung.