Gesundes Essen für wenig Geld

Abwechslungsreich, dabei kalorienarm und auch noch ausgewogen essen – und das alles für wenig Geld? Kann das gelingen? – Natürlich, meinen Verbraucher- wie Ernährungsexperten. Freilich sind hier Planung und Recherche eher gefragt als der rasche Griff zu Bio-Produkten. Diese sind zwar überwiegend wirklich gesund, aber oft auch ein wenig teurer.

Der grüne Einkaufskorb und die Kasse

Natürlich möchten wir alle die biologische Landwirtschaft fördern, wir glauben an sie und an ihren Mehrwert für die eigene Gesundheit. Verpackungen mit “Bio”-Label gilt daher die erste Aufmerksamkeit im Supermarkt, wenn nicht gleich das entsprechende Spezialgeschäft aufgesucht wird. An der Kasse dann, nach dem ökologisch korrekten Befüllen unseres grünen Einkaufskorbes, weicht das gute Gefühl der Bestürzung über den Preis: Eier von glücklichen Hühnern sind nun einmal deutlich teurer als die aus einer Legebatterie, ebenso wie handgezupfter Spinat gegenüber der Discounter-Tiefkühlvariante seinen Preis hat. Muss das alles sein? Wieso ist gesund so teuer? Die gute Nachricht lautet: Gesund geht auch preiswert.

Sieben Tipps zum gesund-preiswerten Essen

Ernährungswissenschaftler wie Dr. Sonja Floto-Stammen (Geldern) haben sich gemeinsam mit Verbraucherschützern und -beratern auf den Weg durch regionale Supermärkte und Spezialgeschäfte gemacht, um zu testen, wie gesund und dabei preiswert gegessen werden kann. Zielrichtung der Aktion: Gerade in sozial schwächeren Familien leiden deutlich mehr Personen an Übergewicht, was mit einem kleineren Geldbeutel ja eigentlich nicht zusammenpassen kann. Durch bewussteren Einkauf kann jedoch beidem, der Gesundheit wie dem Geldbeutel, geholfen werden. Hier sind die Empfehlungen der Experten:

1. Unbedingt selber kochen
Fertigprodukte, wie sie die meisten Supermärkte im Regal führen, sind ungesund und teuer zugleich. Die Tomatensoße aus echten Tomaten ist gesünder und preiswerter als die aus dem Glas – und sie schmeckt besser. Davon abgesehen macht (gemeinsames) Kochen großen Spaß.

2. Grundnahrungsmittel aus dem Discounter
Brot, Obst, Reis, Nudeln, Gemüse – all das gibt es preiswert und gut im Discounter. Die Kontrollen in Deutschland sind durchweg hoch, auch der Nährwert der Grund-Produkte lässt nichts zu wünschen übrig.

3. Fleisch: Qualität statt Quantität
Fleisch ist teuer, daher sollte es selten, aber gut genossen werden. Hochwertige Ware ist fettarm, Putenschnitzel schlagen Bratwürste unter gesundheitlichem Blickwinkel um Längen – und kosten pro Gewichtseinheit nicht mehr.

4. Saisonale und regionale Produkte
Exotische Früchte sind schick, Äpfel im tiefsten Winter machen Spaß – doch beides ist teurer als das, was es vom Bauern der Region der Jahreszeit entsprechend gibt. Das kommt zudem frisch vom Feld und ist voller Vitamine. Das frischeste Obst ist auf Wochenmärkten zu finden.

5. Geschickte Resteküche
Auf Vorrat kochen kann Geld sparen, aus den Gerichten vom Vortag kann mit ein paar Zusätzen eine prima Resteverwertung betrieben werden. Hier muss nur wirklich clever geplant werden, damit nichts im Müll landet.

6. Leitungswasser ist billig und gesund
Deutsches Leitungswasser ist geprüft, nur wenn ernste Zweifel bestehen (in manchen Regionen der Fall), muss es gefiltert werden. Ansonsten stellt es die billigste Alternative zu ungesunden Limonaden dar. Wer ein bisschen mehr Geschmack möchte, kocht sich Kräutertee.

7. Daheim gemeinsam essen
Natürlich ist das preiswerter als essen gehen. Wenn die Familie auch noch gemeinsam eingekauft und gekocht hat, werden sich alle rundum wohlfühlen und die Mahlzeiten genießen. Das schützt am nachhaltigsten vor Frust – und dem Griff zur Chipstüte.

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Ich schreibe sehr gerne zu den Themen die mich selbst interessieren. Das sind vor allem Fitness, Sport und gesunde Ernährung.